Badgasse (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\B)

 

Grunddaten

Thesaurus:Orte
Bezeichnung:Badgasse
 

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:1) Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hiess die Badgasse Im Spitz oder Spitzlaube. Am Westende der Badgasse befand sich das >Frickbad. An der Ostseite (Nr. 1 und 3) wurden 1828 zwei Bäder behördlich geschlossen. Ihr Ruf war schon früher nicht immer über alle Zweifel erhaben. Selbst Giacomo Girolamo Casanova liess sich 1760 dort verwöhnen. Das Bad im Haus Nr. 21, das mit einer Bierbrauerei (>Schwanen) verbunden war, konnte 1804 nicht mehr eröffnet werden. Die Gärten der Badgasshäuser gegen die Aare wurden beim Bau und beim Ausbau der >Aarstrasse (1861/65 und 1966/67) erheblich verkleinert. In den Jahren 1916/32 baute die Gemeinnützige Baugenossenschaft die Nummern 21–51 als Arbeiterwohnhäuser neu nach Plänen von Karl Indermühle. 1951/52 wurden von der gleichen Bauherrin auch die Häuser gegen den >Bubenbergrain neu gebaut. Nr. 1a hat noch die Lauben, die einst die ganze Gasse säumten und die der Badgasse auch die Namen Badlaube, Badgasslaube und Mattenlaube einbrachten. Im ausgehenden Mittelalter gab es auch Häuser am Fuss der Plattformmauer.
Lit.: Paul Hofer, Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Band II, Basel, 1959; Christoph Müller-Schenk, Stadtmühle Schenk AG, Ostermundigen, 1993. pg. 21f.

2) Haltestelle der Buslinie Nr. 30 (>Marzili 4).
Standort: bei der Einmündung der Badgasse 1) in die Aarstrasse.
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.

Dokumente im Katalog der Burgerbibliothek Bern