Blutturm (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\B)

 

Grunddaten

ThesaurusOrte
BezeichnungBlutturm
Beschreibung
Quelle
 

Zusatz-Infos

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:1) Der im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts errichtete Turm wurde vermutlich trotz hartnäckig sich haltender Behauptungen nie für Folterungen oder Hinrichtungen benutzt. Der Name Blutturm stammt von Dekan Gruner. Der gelegentlich auftretende Name Heimlichgerichtsturm geht auf das gleiche Gerücht zurück. Die früheren Namen waren Aaren-, Pulver-, Aarenpulver- oder Wasserpulverturm. Am Ende des 18. Jahrhundert hiess der Blutturm, wegen des dort gelagerten Pechs für Fackeln auch Harz- oder Pechturm. Der Blutturm ist mit dem Harzwürsttürmchen, das Durheim erwähnt, identisch. 1806 wurde der Blutturm zur Leichenhalle der >Anatomie 1). Seit deren Verlegung dient er verschiedenen Zwecken. Zurzeit steht er der Pfadiabteilung Berna zur Verfügung.
Lit.: Paul Hofer, Die Wehrbauten Berns, Bern, 1953; Gruner, Deliciae urbis Bernae, o.O. (Bern), 1732.

2) >Felsenburg.
Lexikon Oberbegriffe:Wehrbauten
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.

Dokumente im Katalog der Burgerbibliothek Bern