Frauenspital (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\F)

 

Grunddaten

ThesaurusOrte
BezeichnungFrauenspital
Beschreibung
Quelle
 

Zusatz-Infos

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:1) >Entbindungsanstalt.

2) Schanzeneckstrasse 1. In den Jahren 1873/76 errichtete der Kantonsbaumeister Friedrich Salvisberg einen im Volksmund Schreckhorn genannten Neubau der Kantonalen Entbindungsanstalt auf der Grossen Schanze dort, wo vorher der Kriegsfuhrwerkschuppen gestanden hatte. Während der Bauzeit gab es eine gynäkologische Klinik im Haus Herrengasse 17. 1892 verzichtete man auf den Namen Entbindungsanstalt und ersetzte ihn durch Frauenspital. Ein Isoliergebäude gab es schon 1886. Es wurde 1912 im Hinblick auf die nordseitige Erweiterung des Spitals abgebrochen. Die heutigen Bauten an der Schanzeneckstrasse stammen von den Erweiterungen aus den Jahren 1919/27. 1936/38 entstand das Absonderungshaus, 1947/48 die Poliklinik und 1964/66 wurde das ganze Gebäude aufgestockt. Nach der Eröffnung des Frauenspital 3), 2003, konnte das Hauptgebäude für die Benützung durch die Universität umgebaut werden. Es entsand die Universität Schanzeneck, kurz UniS genannt. Zudem ersetzte ein Neubau den westlichen Anbau und das frühere, 1887/88 von Franz Stempkowski erbaute Wohnhaus des Direktors (Schanzeneckstrasse 5). Die Mensa der UniS heisst Uniess.
Lit.: Inventar der neueren Schweizer Architektur, Band 2, Bern, 1986; Bernhard Furrer, Denkmalpflege in der Stadt Bern, 2001-2004, in Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde 2005, Heft 2 und 3. pg. 48ff.

3) Effingerstrasse 102. Neubau des Frauenspitals, jetzt Frauenklinik genannt, von Marie-Claude Bétrix und Eraldo Consolascio, bezogen 2003. Seither mehrfach renoviert.
Lexikon Oberbegriffe:Spitäler
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.