Holligen (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\H)

 

Grunddaten

Thesaurus:Orte
Bezeichnung:Holligen
 

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:1) Das früher Holland oder Hollanden genannte Gut mit Weiher (zugeschüttet 1690) und Mühle gehörte 1257 dem Deutschordenshaus Köniz. Der donjonartige Wohnturm des heutigen Schlosses Holligen (Holligenstrasse 44) wurde im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts für Wilhelm (I) v. Diesbach erbaut. Die ersten Erweiterungen nach Westen entstanden in den 1570er Jahren. Die Ringmauer mit den Ecktürmchen erbaute 1623/24 vermutlich Valentin Friedrich. Es heisst im 19. Jahrhundert auch Weiherschloss. Die Gartenpavillons und das Waschhaus schuf kurz nach 1800 Jean Daniel Osterrieth. Die Gesamtrenovation des Wohnturms und seiner Annexgebäude erfolgte in den 1990er Jahren.
Lit.: Paul Hofer, Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Manuskripte und Typoskripte zum Band VI. Das Material befindet sich heute bei der Kantonalen Denkmalpflege; Kunstführer durch die Schweiz, 1982; Bernhard Furrer, Denkmalpflege in der Stadt Bern, 1993-1996, in Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde 1997, Heft 1 und 2. pg. 166ff.

2) Heute bezeichnet Holligen das ganze Quartier zwischen Bremgartenfriedhof, Friedbühlstrasse, Holligenstrasse und dem Trassee der Gürbetalbahn. Darin teilt die Huberstrasse das eigentliche Holligen vom westlichen >Ausserholligen.

3) Restaurant Holligen, Freiburgstrasse 68. Das schon in den 1830er Jahren bestehende Restaurant hiess in der Mitte des 19. Jahrhunderts Roulier- oder Käserwirtschaft, dann bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg Frohheim. Seit 1996 heisst es Davide.
Lexikon Oberbegriffe:Flurnamen
Gastgewerbe
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.

Dokumente im Katalog der Burgerbibliothek Bern