Inselkloster (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\I)

 

Grunddaten

ThesaurusOrte
BezeichnungInselkloster
Beschreibung
Quelle
 

Zusatz-Infos

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:Das 1285/86 gestiftete Tochterhaus des Zisterzienserinnen-Stifts Dettligen wurde kurz nach Beginn des Klosterbaus in der Gegend von >Brunnadern 1) auf eine Insel beim >Altenberg 1) verdrängt. Die schon 1294 in den Dominikanerorden aufgenommenen Klosterfrauen konnten 1295 das unter dem Schutz des Königs Adolf v. Nassau erbaute, offiziell Mariental genannte Kloster auf einer Insel beim Altenberg beziehen. Die Klosteranlage wurde aber von „Kindern der Bosheit“ zerstört, so dass die Klosterfrauen beim Predigeklosdter Zuflucht suchen mussten. Erst 1323/27 zogen sie, nach dem Kauf eines Teils des >Judenfriedhofs 1) an den endgültigen Platz, wo das seit 1439 mit strenger Klausur geführte Kloster 1528 aufgehoben wurde. Die Klosterkirche, erstmals geweiht 1401, und neu erbaut 1470 (Chor von Lienhard Hüpschi dem Jüngeren erst 1507), diente nach der Reformation bis zum Abbruch 1718 als Kornhaus (>Inselspital 1). Wegen des Patroziniums hiess das Inselkloster auch St. Michaels-Inselkloster.
Standorte: In der Brunnadern: Elfenauweg 46 >Magdalenenstift; im Altenberg: vermutlich Altenbergstrasse 29–39; zuletzt: >Bundeshaus Ost (Kochergasse 9), Kirche in der Nordostecke der Parzelle.
Lit.: Paul Hofer, Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Band I, Basel, 1952; Willy Schäfer, In Brunnadern engagiert, Bern, 2011.
Lexikon Oberbegriffe:Sakralbauten
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.