Tierspital (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\T)

 

Grunddaten

ThesaurusOrte
BezeichnungTierspital
Beschreibung
Quelle
 

Zusatz-Infos

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:1) Die 1820 eröffnete Tierarzneischule befand sich bis 1825 in der >Steinwerkmeisterwohnung, dann in einem ehemaligen Fabrikgebäude an der Nordecke der >Schützenmatte. Als Tierspital und kantonale Hufbeschlagsanstalt entstand dort 1891/94 der aus vier Gebäuden bestehende Komplex neu nach Plänen von Otto Lutstorf. Er umfasste das Administrationsgebäude (Neubrückstrasse 10), das Schmiedegebäude (Schützenmattstrasse 14), das Stallgebäude (Engehaldenstrasase 4) und das 1983 abgebrochene Anatomiegebäude (Engehaldenstrasse 6). 1936 wurde der Mitteltrakt um ein Geschoss aufgestockt, die seitlichen Anbauten der Pferdestallungen verschwanden 1970. 1992/96 entstanden als Abschluss der Umbauarbeiten des Tierspitals zur Uni Engehalde der Neubau (Engehaldenstrasse 8) und die neuen seitlichen Anbauten am Stallgebäude.
Lit.: Bernhard Furrer, Denkmalpflege in der Stadt Bern, 1993-1996, in Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde 1997, Heft 1 und 2. pg. 38ff.; Anna Minta, Bernd Nicolai, Markus Thome (Hsg), Stadt Universität Bern, Bern, 2009.

2) Länggassstrasse 120. Als eine neuerliche Erweiterung des Tierspitals 1) unaufschiebbar wurde, verlegte der Kanton das Tierspital auf den bis dahin unüberbauten Landstreifen längs des Bremgartenwaldes, wo Walter Schwaar in den Jahren 1962/66 die heutige Baugruppe errichtete. Die offizielle Einweihung fand am 24. Juni 1966 statt. Der Neubau des Hörsaalgebäudes fand 1990/91, jener der Kleintierklinik in den Jahren 2003/05 statt.
Lit.: Hochschulgeschichte Berns 1528 – 1984, Bern, 1984.

3) Die nach dem Tierspital 1) benannte Haltestelle der Strassenbahnlinie ins >Brückfeld 1) (>Brückfeldtram) wurde bis am 1. Oktober 1949 auch von der Omnibuslinie FB (>Bremgartenbus) bedient. Mit der unterirdischen Einführung der SZB in den Hauptbahnhof verschwand deren Haltestelle Tierspital und wurde vom 11. Oktober 1965 an mit der erneuten Bedienung durch die Linie FB kompensiert. Seit dem Bezug des Tierspitals 2) ist die Haltestelle nach dem nahen >Henkerbrünnli 1) benannt.
Standorte: Städtisches Netz in der Neubrückstrasse nördlich der Einmündung der Tiefenaustrasse, SZB auf der Ostseite der Tiefenaustrasse bei deren Anfang.
Lit.: Urs und Jürg Aeschlimann, Tram Bern West, Leissigen, 2010.
Lexikon Oberbegriffe:Spitäler
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.