Breitenraintram (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\B)

 

Grunddaten

ThesaurusOrte
BezeichnungBreitenraintram
Beschreibung
Quelle
 

Zusatz-Infos

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:Die am 1. Juli 1901 eröffnete, elektrisch betriebene Strassenbahnlinie III (nachmals B) führte vom >Burgernziel 4) zum >Zytglogge und von dort über Kornhausbrücke-Viktoriaplatz-Moserstrasse zum Breitenrainplatz (>Breitenrain 2). Am 1. Juli 1910 erfolgte die Linienverlängerung bis zur Papiermühlestrasse genannten Endstation beim heutigen Guisanplatz 1). Vom 18. Juni 1912 an war die Linie mit jener ins >Weissenbühl 1) (>Weissenbühltram) zusammengeschlossen. Nur noch bis am 30. September 1912 fuhr die Strassenbahn dieser Linie bis Wabern (Gemeinde Köniz), nachher wurde die Linie durch die Monbijoustrasse eröffnet und die Linie mit der Nummer 4 endete beim >Morillon 2). Die Linie in den Breitenrain trug die Nummer 3.1930 erfolgte der Wechsel der Liniennummern: Richtung Breitenrain war Nr. 4, jene ins Weissenbühl Nr. 3. Die Nummerntafeln blieben aber weiss. Seit dem 1. September 1947 ist die Linie zum Guisanplatz 1) mit jener nach Wabern (>Waberntram) zusammengeschlossen (in beiden Richtungen Nr. 9, gelb). Gleichzeitig hiess die Endstation nicht mehr Papiermühlestrasse, sondern Militärplatz. Seit der Umbenennung dieses Platzes im Mai 1960 heisst auch die Haltestelle Guisanplatz. Die bei Anlässen im >Stadion Wankdorf bediente Linienverlängerung existierte von 1926 bis am 6. August 1999, wurde aber schon von 1991 an bei Sportereignissen nicht mehr benutzt. Mit der Eröffnung des umgebauten >Wankdorfplatzes 1) konnte die Linie vom 9. Dezember 2012 an über diesen Platz bis zum Bahnhof Wankdorf geführt werden.
Lit.: Hans Ulrich Studer, Artikelserie über die Städtischen Verkehrsbetriebe, Der Bund, Bern. 27. Juni und 10. August 1969; Urs und Jürg Aeschlimann, Tram Bern West, Leissigen, 2010; Claude Jeanmaire, Die Strassen- und Überlandbahnen von Bern und Thun.
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.