Kantonalbank (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\K)

 

Grunddaten

ThesaurusOrte
BezeichnungKantonalbank
Beschreibung
Quelle
 

Zusatz-Infos

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:Bundesplatz 8. Die 1847 gegründete (und 1979 aufgelöste) Museumsgesellschaft (Museum- und Lesegesellschaft, im Volksmund „Musere“), die vorerst im Zunfthaus zu >Webern, Marktgasse 9, ihre Lokale hatte, baute in Verbindung mit der 1. Berner Baugesellschaft in den Jahren 1867/69 das Museumsgebäude (von 1893 an: Gesellschaftshaus Museum), das erste Neorenaissancegebäude in Bern. Die Eröffnung fand am 21. April 1863 mit einem Festkonzert der vom >Casino 1) hierher übersiedelten Berner Musikgesellschaft statt. Nur sieben Monate nach der ersten öffentlichen Präsentation eines Filmes in Paris fand hier am 28. Juli 1896 die erste Filmvorführung in Bern statt. Bis 1903 wurde der Saal im 1. Stock als Konzertsaal benützt. Die Bibliothek der Muesumsgesellschaft befand sich nach dem Verkauf des Hauses an der Bogenschützenstrasse 1, in der Mitte des 20. Jahrhunderts im Haus Amthausgasse 1.
1906 erfolgte der Umbau des „Museums“ zur Kantonalbank. Die 1871 aufgestellten, von Theodor Zeerleder gestifteten, jedoch von Robert Dorer entworfenen und von Ludwig Keiser und Heinrich Rudolf Meili geschaffenen Standbilder wurden im Oktober 1924 wegen ihres schlechten Zustandes entfernt und im Juni 1926 durch Kopien ersetzt. Sie zeigen von Süden nach Norden Adrian von Bubenberg, Hans von Hallwyl, Hans Franz Nägeli, Samuel (II) Frisching, Niklaus Friedrich von Steiger, Thüring Fricker, Niklaus Manuel und Albrecht von Haller.
Die am 1. Oktober 1834 eröffnete Kantonalbank befand sich bis 1836 im Hause Brunngasse 48, dann bis 1861 im >Stift, Münsterplatz 3, hernach bis 1869 im Haus Amthausgasse 23 (heute Nordteil der Nationalbank) und zuletzt noch im Haus Bundesgasse 8.
Gegen die Bundesgasse hin befand sich 1869 das Café Veltlinerhalle im Gebäude. 1870 änderte das Café seinen Namen in Schweizerhalle. Auf der Seite gegen die Schauplatzgasse hin entstand 1872 das Café Tonhalle.
Lit.: Paul Hofer, Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Band II, Basel, 1959; Mathias Bäbler, Marie Therese Bätschmann, Mit Zirkel und Palette, Bern, 2006. pg. 207f.
Lexikon Oberbegriffe:Banken
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.