Kavalleriekaserne (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\K)

 

Grunddaten

Thesaurus:Orte
Bezeichnung:Kavalleriekaserne
 

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:In den Jahren 1749/50 als Artilleriezeughaus nach einem Projekt von Emanuel (I) Zehender von Abraham Wild und Ludwig Emanuel Zehender (II) erbaut. Es hiess auch Äusseres Zeughaus. Seit 1798 diente sie als Kavalleriekaserne für 100 Mann, und wurde auch Reiterkaserne und Kaserne Nr. 3 genannt. Von 1832 bis 1848 befand sich im Ostteil des Parterres das >Kaufhaus.
Die Kavalleriekaserne wurde im Juni 1856 wegen der Einführung der >SCB abgebrochen. Bis im Mai 1857 wurde sie am neuen Ort nach einem Projekt des Kantonsbaumeisters Ludwig Küpfer mit veränderten Fassaden aufgebaut und dabei aufgestockt. Mangels Ställen diente sie nicht mehr der Kavallerie. Von 1857 bis zum Bau der Institute an der Sahlistrasse, 1932, bot sie neben ihrer militärischen Verwendung naturwissenschaftlichen Instituten der Universität Platz. Von 1932 bis zum Abbruch 1965 diente sie noch der PTT.
Standorte: Bis 1856: Aufnahmegebäude des >Hauptbahnhofs, Bahnhofplatz 4; nach 1857: Bollwerk 10, dem Haus Nr. 25 gegenüber.
Lit.: Paul Hofer, Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Band III, Basel, 1947.
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.