Konservatorium (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\K)

 

Grunddaten

ThesaurusOrte
BezeichnungKonservatorium
Beschreibung
Quelle
 

Zusatz-Infos

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:Kramgasse 36. Die 1858 gegründete Musikschule befand sich im Haus der >Einwohnermädchenschule (Kornhausplatz 11), zog mit dieser 1873 an die Bundesgasse 24, war 1880–1885 an der Laupenstrasse 7, dann bis 1895 im >Rektoratsgebäude (Herrengasse 36) und vor dem Bezug des heutigen Baues im Chorhaus 2) (Münstergasse 24) mit Dependenz im 2. Stock des benachbarten Fischer-Hauses 4) (Nr. 26). Seit 1927 vermittelt die von da an Konservatorium genannte Institution auch die Berufsausbildung der Musiker. Das im August 1940 bezogene Konservatorium steht an der Stelle der >Fleischschaal und eines Nebenhauses. Den 1937/38 erstellten Bau von Hans Studer schmückt südseits die Reliefplastik «Musica» von A. Probst. Eine Aussenrenovation veränderte 1977 das Haus so, dass sich der moderne Bau besser in den Gassenraum einfügt. Damals wurde die Vogeldiele geteilt und mit dem Fallrohr ein trennender Akzent in die eintönige Fassade gesetzt. Seit September 1999 hiess die Berufsschule des Konservatoriums Abteilung Musik der Hochschule für Musik und Theater Bern, seit 2003 als Teil der Hochschule der Künste Bern. Diese gehört seit 2005 zur Fachhochschule Bern. Deren Abteilung Musik konnte etappenweise bis im Juni 2003 in die Reithalle an der Papiermühlestrasse 13 verlegt werden. Das Gebäude des Konservatoriums wurde 2009/10 einer Gesamtrenovation unterzogen. Dabei verschwand die vorher im Korridor des Erdgeschosses aufgehängte Gedenktafel für den Mathematiker Jakob Steiner (>Steinerstrasse), die vor 1937 an der Aussenfassade des Vorgängerbaus befestigt war.
Lit.: Werner Juker, Musikschule und Konservatorium für Musik in Bern, Bern, 1958; „Der Bund“. 24. September 1977; Freundliche Mitteilung von Frau Delaloye, Berner Fachhochschule.
Lexikon Oberbegriffe:Schulen
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.