Kunstmuseum (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\K)

 

Grunddaten

Thesaurus:Orte
Bezeichnung:Kunstmuseum
 

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:Hodlerstrasse 12. Seit Sigmund Wagners Bemühungen um ein Kunstmuseum gab es in Bern folgende Standorte permanenter Ausstellungen bildender Kunst: 1807 für kurze Zeit im Zunfthaus zum >Affen (Kramgasse 1), 1809–1864 im >Antikensaal (Herrengasse 25), Plastiken, 1839–1843 in der >Antonierkirche (Postgasse 62), 1843–1846 im >Stift (Münsterplatz 3), 1846–1849 im >Erlacherhof 1) (Junkerngasse 47), 1849–1864 im schwer zugänglichen oberen Chor der >Französischen Kirche (Zeughausgasse 8), dann im Kunstsaal des >Bundeshauses West (Bundesgasse 1) bis zum Bezug des heutigen von Eugen Stettler 1876–1878 erbauten Kunstmuseums 1879. An ihm schuf Raphael Christen die Rundmedaillons (Zeus und Minerva). Die Statuen «Baukunst», «Bildhauerei» und «Malerei» von Alfred Lanz wurden 1895 aufgestellt. Den Ostanbau mit dem Sgraffitto von Cuno Amiet errichteten 1932/36 Karl Indermühle, Otto Salvisberg und Otto Brechbühl. Dabei wurde das letzte vollständig mit dem Wehrgang erhaltene Stück der dritten >Stadtbefestigung bis auf einen Rest von 7 Metern Länge abgebrochen. Den zweiten Umbau und teilweisen Neubau besorgte die Architektengemeinschaft Atelier 5 1981/83. Im Neubau ist seit 1983 neben dem Universitätsinstitut für Kunstgeschichte auch das „Kino im Kunstmuseum“ untergebracht.
Lit.: Berner Kunstmitteilungen 123/124, Januar/Februar 1971; „Der Bund“. 12. Oktober 1983.
Lexikon Oberbegriffe:Museen
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.