Monbijou-Friedhof (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\M)

 

Grunddaten

Thesaurus:Orte
Bezeichnung:Monbijou-Friedhof
 

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:Begräbnisplatz für die obere Stadt von 1815, als er den >Friedhof beim Holzwerkhof, jenen bei der >Französischen Kirche und den >Hausleute-Friedhof ersetzte, bis Ende 1864. Die erste Bestattung fand am 11. September 1815 statt. Die seit 1730 bestehende Trennung von Burger- und Einwohnergräbern wurde aufgehoben, die beiden Grabfelder aber noch getrennt. Erst seit dem Sommer 1859 wurde ungeachtet des Heimatorts der Reihe nach bestattet. 1817 eröffnete man wegen des Todes des Grafen Talleyrand, des Sohnes des französischen Botschafters an der westlichen Friedhofmauer eine Reihe für Gesandte, Fremde und Engländer. An die Ostmauer kamen die Gräber der Selbstmörder zu liegen. Vorher waren Suizidanten unter dem Galgen verscharrt worden. Der Monbijou-Friedhof reichte ungefähr von den Häusern Monbijoustrasse 11 und Sulgeneckstrasse 18 bis an die Schwarztorstrasse zwischen Mühlemattstrasse und Sulgeneckstrasse. 1897 konnten die Angehörigen bei noch vorhandenen Gräbern für Fr. 100.- eine Exhumation und Verlegung der sterblichen Überreste in den Bremgarten- oder Schosshaldenfriedhof verlangen. Der südwestliche Teil des Monbijou -Friedhofs ist im >Florapark als Promenade erhalten geblieben.
Lit.: Paul Hofer, Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Band I, Basel, 1952; Hans Türler, Das Beerdigungswesen der Stadt Bern bis zur Schliessung des Monbijou-Friedhofs, 1895, Typoskript im Stadtarchiv Bern; Historische Kartei bei Stadtgrün (Stadtgärtnerei) Bern, alphabetischer Teil; Verwaltungsbericht der Stadt Bern für das Jahr 1869/71. pg. 112.
Lexikon Oberbegriffe:Friedhöfe
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.

Dokumente im Katalog der Burgerbibliothek Bern