Münstergasse (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\M)

 

Grunddaten

Thesaurus:Orte
Bezeichnung:Münstergasse
 

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:Von 1576 an war Kesslergasse die Bezeichnung des westlichen Teils der ursprünglichen >Kirchgasse 1). Das Gassenstück zwischen Finstergässchen und Hotelgasse hiess um 1600 Vor den Barfüssern, dann bis ins 19. Jahrhundert Bei der Ankenwaag, die Schattseite (Südseite) auch Ankenlaube und Salzlaube. Seit dem 1. November 1967 ist Münstergasse die offizielle Bezeichnung der >Kesslergasse (Nr. 34–78 und 31–61), des Nordteils des >Münsterplatzes (Nr. 26–32) und der >Kirchgasse (Nr. 2–24). Der westliche Teil der Münstergasse diente im 15. Jahrhundert als Kürschnermarkt. Vor 1483 gab es dort auch eine Kürschnerbank. Von 1514 an befand sich hier der Ankenmarkt und spätestens seit 1778 dient die ehemalige Kesslergasse den auswärtigen Metzgern als Fleischmarkt. Bis ins erste Viertel des 20. Jahrhunderts wurden auch Eier und Käse, sowie an der Sonnseite Garn und Leinwand verkauft.
Lit.: Paul Hofer, Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Band II, Basel, 1959.
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.

Dokumente im Katalog der Burgerbibliothek Bern