Elfenau (Orte\Sch\Schweiz (CH)\Bern (Kanton)\Bern (BE)\E)

 

Grunddaten

ThesaurusOrte
BezeichnungElfenau
Beschreibung
Quelle
 

Zusatz-Infos

Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern

Lexikoneintrag:1) Elfenauweg 91. Die emigrierte russische Grossfürstin Anna Feodorowna (1781–1860) erwarb 1814 das Brunnaderngut mit dem 1735-40 für Ludwig Vinzenz Tscharner erbauten Landhaus. Der Park, den Joseph Bernard Baumann mit Plan vom 3. September 1814 entwarf, ist der erste englische Landschaftspark in Bern, einer der frühesten in der Schweiz. Die Grossfürstin liess auch den ovalen Teich unten am Hang anlegen und auf dessen gepflästertem Grund mit dem Monogramm AF zieren. 1816 liess sie den Namen Elfenau amtlich eintragen. 1877 konnte die Stadt im Abtausch mit dem >Egghölzli einen in der Gemeinde Muri liegenden Teil des Elfenaugutes erwerben. Seit 1918 gehört die Elfenau der Stadt Bern, welche 1928/29 die Stadtgärtnerei dorthin verlegte. 1930 wurde auch die Baumschule, die sich vorher im Spitalacker befunden hatte, in die Elfenau verlegt. Der lange zugeschüttete Teich wurde 1979 gefunden und restauriert.
Lit.: Paul Hofer, Kunstdenkmäler der Stadt Bern, Manuskripte und Typoskripte zum Band VI. Das Material befindet sich heute bei der Kantonalen Denkmalpflege; Bernhard Furrer, Denkmalpflege in der Stadt Bern, 1989-1992, in Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde 1993, Heft 1 und 2. pg.62f., Heimat heute, 2006 (Mitteilungsblatt des Berner Heimatschutzes); Verwaltungsbericht der Stadt Bern für das Jahr 1877. pg. 13; Verwaltungsbericht der Stadt Bern für das Jahr 1930. pg. 225.

2) Heute bezeichnet Elfenau nicht nur das Elfenaugut, sondern das ganze Quartier beidseits des unteren Teils der Brunnadernstrasse.

3) Krankenheim Elfenau >Säuglings- und Mütterheim Elfenau.

4) >ElfenauPark.

5) >Elfenaubus.
Lexikon Oberbegriffe:Flurnamen
Urheberangabe:Weber, Berchtold: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern, Bern, 2016.

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