Burgerbibliothek Bern: Archive und Spezialsammlungen
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Porträts in der Burgerbibliothek Bern

Das Berner Porträt

Die Stadt Bern verfügt über eine ausserordentlich reiche und dichte Porträttradition. Bereits im 17. Jahrhundert entwickelte sich das Porträt zu einem zentralen Medium der Selbstdarstellung führender sozialer Schichten. Waren es zunächst Berner Patrizier, die mit Familienporträts ihren privilegierten Status in Stadt und Kanton demonstrierten, etablierte sich das eigene Bild seit dem 18. und vor allem im 19. Jahrhundert als probates Mittel der Selbstdarstellung im aufstrebenden Bürgertum.

Eigene Bestände

Die Gemäldesammlung der Burgerbibliothek Bern ermöglicht einen Einblick in bernisches und schweizerisches Kunstschaffen des 16. bis 19. Jahrhunderts. Neben Stillleben, Interieurs und Landschaften bildet eine grosse Sammlung gemalter Porträts den Schwerpunkt des Bestands. Sie umfasst Gemälde von Schultheissen, Gelehrten und anderen bekannten Persönlichkeiten der Berner Geschichte sowie das berühmte Gruppenbild der Bibliothekskommission von Johannes Dünz (1645–1736). Dazu kommen topographische Ansichten und als Besonderheit die Regimentstafel von Johann Grimm (1675–1747). Der Kernbestand der Gemäldesammlung stammt aus der ehemaligen Stadtbibliothek. Die Burgerbibliothek sammelt heute Gemälde nicht mehr aktiv.

Porträtdokumentation

Neben den eigenen Beständen führt die Burgerbibliothek eine fotografische Dokumentation zu Berner Porträts des 16. bis 19. Jahrhunderts in Privatbesitz, öffentlichen Institutionen und im Kunsthandel. Die Dokumentation umfasst rund 10 000 Nachweise. Über 6 400 Porträts sind im Archivkatalog publiziert und dienen als zentrale Quelle für die Forschung zur Berner Personen- und Familiengeschichte sowie für kunst- und kulturhistorische Fragestellungen.

Die Porträtsuche in Archives Quickaccess

Über unsere Suchmaske können Sie in den verschiedenen Bereichen der Burgerbibliothek Bern gezielt zu bestimmten Personen recherchieren. Bei einer Vielzahl von Porträts in öffentlichen Sammlungen finden Sie einen Link auf die Webseite der Institutionen, so dass eine direkte Kontaktaufnahme mit diesen möglich ist. Private Eigentümer von Porträts bleiben selbstverständlich ungenannt.

Wir freuen uns über Ihr Feedback

Porträts sind oft mobil: Sie wechseln Besitzerinnen und Besitzer, verlassen ihre alten Domizile und gelangen an gänzlich neue Orte. So ist uns bei vielen Porträts der aktuelle Standort leider nicht mehr bekannt. Wenn Sie in der Porträtdokumentation ein Porträt erkennen, das in Ihrem Besitz ist, freuen wir uns sehr über eine kurze Rückmeldung, damit wir unsere Informationen aktualisieren können. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt!

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